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Bildung bleibt

Das Projekt “Bildung bleibt” ist ein Ausbildungsprogramm in Kooperation mit bolivianischen Berufsschulen. In einem mehrwöchigen Ausbildungs-kurs lernen die Schüler:innen, Missstände im ländlichen Bolivien zu analy-sieren und Lösungsstrategien zu entwickeln. Im Kurs werden Herangehens-weisen und Methoden vermittelt, das Projekt selbst jedoch liegt in den Händen der Schüler:innen: Nach Entwurf und Testen mithilfe von Proto-typen, setzen sie ihr Projekt abschließend in den Dörfern um.

jährlich seit 2015

Projektvolumen:  ca. 6.000 €

Instituto Tecnológico Sayarinapaj, Instituto Tecnológico Superior Charcas, Fundación Cristo Vive

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Wirkung

Befähigung der Schüler:innen, Probleme selbst zu analysieren und Lösungen zu entwickeln
Verbesserung der Arbeitsmarktchancen und des Selbstbewusstseins junger Techniker:innen durch das Erlernen von Problemlösungsstrategien
Wissensaustausch und interkultureller Austausch zwischen Deutschland und Bolivien sowie Stadt-Land Austausch in Bolivien
Verbesserung und Individualisierung der Lösungen unserer weiteren Projekte
Bildung und Befähigung als Treiber nachhaltiger Entwicklung und Chancengleichheit

Bildung und soziale Verantwortung stehen im Fokus beim Projekt Bildung bleibt. In einem mehrwöchigen Ausbildungskurs an bolivianischen Berufsschulen erlernen die Schüler:innen eine Problemlösestrategie, um Missstände im ländlichen Bolivien zu analysieren und Lösungsansätze zu finden. Unter Verwendung ihrer technischen Expertise entwickeln sie angepasste Technologien, die das Leben der Menschen zuhause nachhaltig verbessern. Im Kurs werden Herangehensweisen und Methoden vermittelt, das Projekt selbst liegt jedoch in den Händen der Schüler:innen: Sie entwerfen die Technologie in Eigenverantwortung, testen sie mithilfe von Prototypen und setzen ihr Projekt abschließend in den Dörfern im ruralen Andenhochland um.

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Durch projektorientiertes Arbeiten werden die jungen Techniker:innen herausgefordert, die erlernten Fertigkeiten im Kontext realer Problemstellungen einzusetzen. Diese Fähigkeit nutzt ihnen zum einen beim Berufseinstieg und zukünftigen Arbeitskontexten, zum anderen stärkt es ihr Selbstvertrauen und Verantwortungsbewusstsein als aktiver Teil der Gesellschaft. Die Erkenntnis, mit ihrem fachlichen Wissen tatsächliche Veränderungen im Leben der Mitmenschen bewirken zu können, hat die Schüler:innen in den bisherigen Projektkursen nachhaltig geprägt. Zumal in einer sich immer weiter automatisierenden Welt Problemlösung-Fähigkeiten für junge Menschen immer wichtiger werden, um sich auf dem zukünftigen Arbeitsmarkt zu behaupten. Zudem werden auch die lokalen Kommunen gestärkt. Wo anderorts "Wissen macht Stadt" propagiert wird ist es mit die Beruffschulen hier ein "Wissen macht Dorf" bzw. die nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität in den ländlichen bolivianischen Anden.

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Die Projekte Sumaj Kausay und Ernährungssicherheit greifen diese Ergebnisse aus den Schulkursen auf und machen die entwickelten Technologien in größerem Maßstab für die Bewohner:innen Micanis zugänglich. So werden über Bildung bleibt zum einen die Chancen dieser jungen Erwachsenen verbessert und gleichzeitig die Lebensqualität in der ganzen Region Micani nachhaltig angehoben.

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Mit vielversprechenden Ergebnissen in die Zukunft der Region

Im Rahmen von Bildung bleibt wurden an den Berufsschulen Konzepte entwickelt, die derart auf die Bedarfe der lokalen Bevölkerung eingehen, dass wir uns nun für ihre Verbreitung in der Region einsetzen. Am Instituto Tecnológico Charcas in San Pedro de Buena Vista zum Beispiel entstand der Prototyp einer rauchfreien Kochstelle. Damit wurden die gesundheitsschädigende Rauchbelastung und der hohen Holzbedarf beim Kochen reduziert, wo zuvor traditionell an offenen Feuerstellen gekocht wurde, mit vermehrten Atemwegserkrankungen als Folge. Der landwirtschaftliche Ausbildungszweig des Instituto Tecnológico Sayarinapaj in Cochabamba nahm sich den Problemen der Wasserknappheit und Ernährungsarmut an. Es entstanden Schulgärten mit Tröpfchenbewässerung, die den Anbau vielfältiger Lebensmittel auch während der 6-monatigen Trockenzeit ermöglichen. Die Projekte Sumaj Kausay und Ernährungssicherheit greifen diese Ergebnisse aus den Schulkursen auf und machen die entwickelten Technologien in größerem Maßstab für die Bewohner:innen Micanis zugänglich. So werden über Bildung bleibt  die Chancen dieser jungen Erwachsenen verbessert und gleichzeitig die Lebensqualität in der ganzen Region Micani nachhaltig angehoben.

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