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Sumaj Causay - Besser leben (HASSCO/WASH)

Mit Sumaj Causay (“Besser Leben”) sollen die Vielzahl gesundheitlicher Probleme in der Region angegangen werden, um die Basis für alle weiteren Entwicklungen in Micani zu bilden. Durch die Errichtung von Trockentrenntoiletten, neuen Kochstellen, der Etablierung von Wasser-filtern und Handwaschanlagen, sowie Schulungen wird die generelle Gesundheitssituation verbessert. Kern des Projektes ist die Ausbildung  von Lokalexpert:innen, um die Technologien in der Region zu verbreiten.

Phase I: November 2016 – April 2019

Phase II: Mai 2019 – Dezember 2021

Projektvolumen:  ca. 265.000 €

Fundación SODIS, SOCODEVI, Gobierno Autónomo Municipal de San Pedro de Buena Vista,Schmitz Stiftungen, Georg Kraus Stiftung, Aktion eine Welt Rottweil, Auslandsprojekte NRW

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Wirkung

Rückgang der Kindersterblichkeit durch Sicherung des Zugangs zu sauberem Trinkwasser und verbesserter Hygiene
Schutz vor Darmerkrankungen durch die Etablierung von Sanitäranlagen
Verminderung von Lungenerkrankungen durch den Bau rauchfreier Kochstellen
Ressourcenschonender Umgang mit Holz und Reduktion von CO2-Emissionen
Sumaj Causay als Basis für alle weiteren Projekte und Entwicklungen in der Region Micani

Sumaj Causay ist unser Basis-Projekt für alle weiteren Entwicklungen in der Region. Im Austausch zwischen den Gemeinden, ihren Bewohner:innen und SODIS wurden hier am Anfang die unterschiedlichen Probleme erarbeitet bzw. analysiert und anschließend priorisiert. Spezieller Fokus wurde insbesondere Wert auf das Wissen und die Erfahrungen der Gemeinden gelegt und am Ende die zahlreichen Gesundheitsgefahren als Probleme der obersten Priorität identifiziert. Unter dem Stichwort “Besser leben” wurde daraufhin eine vielfältige Strategie mit aufeinander aufbauenden Bildungsmaßnahmen und einigen technischen Lösungen entwickelt. Zentrale Punkte dabei, das rauchfreie Kochen, die Nutzung von Trockentrenntoiletten und Handwaschanlagen sowie  der Einsatz von Trinkwasserfiltern.

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Ob durch die gemeinsame Errichtung und Instandhaltung von Trockentrenntoiletten und Kochstellen, die Schulung der Bevölkerung oder das Monitoring des Projektes – für die Menschen in den Gemeinden haben sich die Yachaqkuna zu wichtigen Unterstützern entwickelt und helfen in den kleinen Bergdörfern dabei den Alltag weniger gesundheitsschädlich zu gestalten

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Expert:innen für einen gesamtheitlichen Wandel

Wie also diese konkreten Lösungen auch zu einem gesamtheitlichen Wandel in der Region formen? Die Lösung: Lokalexpert:innen. Die sogenannten Yachaqkuna stehen im Mittelpunkt des Projektes und unterstützen ihre Gemeinden dabei, die neuen mit einer Berufsschule vor Ort entwickelten, Technologien und Maßnahmen im Alltag zu etablieren. In der lokalen Sprache Quechua bedeutet das Wort soviel wie „diejenigen, die Bescheid wissen.“ Es handelt sich hierbei um engagierte Frauen und Männer aus den 25 Gemeinden Micanis, die sich bereit erklärt haben, die erarbeiteten Maßnahmen in ihren Heimatgemeinden langfristig weiterzuentwickeln und umzusetzen. Ob durch die gemeinsame Errichtung und Instandhaltung von Trockentrenntoiletten und Kochstellen, die Schulung der Bevölkerung oder das Monitoring des Projektes – für die Menschen in den Gemeinden haben sich die Yachaqkuna zu wichtigen Unterstützern entwickelt und helfen in den kleinen Bergdörfern dabei den Alltag weniger gesundheitsschädlich zu gestalten.

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Hintergründe

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Systematische Diskriminierung: Nur 2 % aller Entscheidungen in der Region Micani werden von Frauen mitgetroffen

Nur 30% der Frauen besuchen eine weiterführende Schule und sind daher häufiger von Analphabetismus betroffen

Männer verwalten das Geld im Haushalt

70% aller Bolivianerinnen Opfer von Gewalt gegen Frauen

Mit den Yachaqkuna Entwicklung verselbstständigen

Die Yachaqkuna (oder Lokalexpert:innen) bilden die Basis für unsere weiteren Projekte in der Region und helfen dabei, den Wandel so nachhaltig anzustoßen, dass dieser in Zukunft selbstständig (ohne unsere Arbeit) weitergeführt werden kann. Wir unterstützen unsere Lokalexpert:innen dabei wo es möglich ist, durch aufeinander aufbauende Weiterbildungsmaßnahmen, bieten ihnen eine Plattform des Erfahrungsaustausches und geben ihnen die notwendigen Werkzeuge und Materialien in die Hand, um mit ihrer Mission zu beginnen. Eine weitere Form der Unterstützung unsererseits stellt der Aufbau einer Metallwerkstatt im gleichnamigen Hauptort Micanis dar. Dieses kleine Sozialunternehmen (CAMCEC) ermöglicht es, vor Ort Bauteile für rauchfreie Kochstellen und andere lebensverbessernde Technologien zu fertigen, denn erst wenn die Arbeit der Yachaqkuna ohne externe Unterstützung weiterlaufen kann, wird die Wirkung des Projektes nachhaltig das Leben aller Familien Micanis verbessern und wir unser oberstes Ziel erreichen:

Entwicklungszusammenarbeit langfristig überflüssig zu machen!

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